Die Alpenüberquerung Watzmann - Drei Zinnen für Frauen
Es gibt Wege, die uns rufen.
Manchmal geschieht es ganz leise.
Mitten im Alltag. Zwischen Terminen, Verpflichtungen und all dem, was getan werden muss.
Und dann ist da plötzlich dieser Gedanke:
Wie wäre es, einfach loszugehen?
Nicht nur für ein paar Stunden. Nicht nur für einen Tag.
Sondern anfangen und dann immer weiter gehen.
Und nichts ist wichtiger, als der nächste Schritt.
Wenn wir losgehen.
Am Anfang sind wir getragen von unseren Gedanken, Erwartungen, Vorstellungen.
Vielleicht auch von Fragen, auf die wir schon lange eine Antwort suchen.
Die Berge nehmen uns nichts ab.
Aber sie geben uns Zeit.
Und Raum. Und mit jedem Schritt wird der Weg vertrauter.
Der Atem ruhiger und der Blick weiter.
Und dann geschieht etwas:
Wir hören auf, ständig irgendwo sein zu wollen.
Und wir fangen an dort zu sein, wo unsere Füße gerade den Boden berühren.
Die Berge verändern nichts.
Und doch verändert sich etwas.
Die Berge machen uns zu keinen anderen Menschen.
Sie erinnern uns an die, die wir längst sind.
An die Kraft, die still in uns lebt.
An die Ruhe, die unter all dem Lärm nie verschwunden ist.